HOMEPAGE ÜBER DEN RETTUNGSHUBSCHRAUBER PELIKAN 2
 
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Die Gründung 1965

Im Jahr 1912 gründet das Bozner Spitalkomitee mit Obmann Josef von Braitenberg eine freiwillige Rettungsgesellschaft. Diese verfügt über eine "Räderbahre", zwei einfache Tragbahren und einen Sanitätswagen. Im ersten Jahr eilt man schon zu 659 Einsätzen aus. Doch diese sozial ausgerichtete Gesellschaft fällt bald den Turbulenzen des Ersten Weltkrieges zum Opfer. Erst 53 Jahre nach der Gründung der Freiwilligen Rettungsgesellschaft sollte diese Tradition zum Aufbau des Weißen Kreuzes führen. Der Rettungsverein Weißes Kreuz wird auf Initiative des Eppaner Gemeindearztes Johann Nicolussi-Leck unter Mitarbeit von Günter Eccel, Franz Berger, Heinrich Döcker und Hermann Nicolussi-Leck, der Ärzte Claudio Paruccini, Karl Pellegrini und Letterio Romeo sowie Josef Rössler am 10. August 1965 gegründet. Die Werte der Solidarität, der freiwilligen Mitarbeit und der kostenlosen Hilfe für in Not Geratene und für Bedürftige sind dabei die tragenden Säulen des Landesrettungsvereins. Das strategische Ziel ist es, in ganz Südtirol die Rettung und den Krankentransport so zu verbessern, dass alle Nutznießer damit zufrieden sind. Anfangs sieht das Rote Kreuz, das damals die Transporte durchführt, die Tätigkeiten des Weißen Kreuzes nicht gern, aber die Bevölkerung unterstützt das Weiße Kreuz sehr stark, unter anderem durch freiwillige Mitarbeit. Es war die Zeit der ersten Bestrebungen zur Südtirolautonomie. Noch in den 60er Jahren werden Rettungsstellen in den Gemeinden Bozen (1965), Meran (1967), Corvara (1968), Waidbruck, Bruneck und Schlanders (1969) aufgebaut. 1967 beginnt der Aufbau des Betreuungszuges im Zivilschutz.

Die 70er Jahre

Im Jahr 1973 erlässt die Südtiroler Landesregierung, die inzwischen mit eigenen Kompetenzen ausgestattet, ein Gesetz, das den Ausbau und die Verbesserung des Rettungsdienstes ermöglicht. Aber das Weiße Kreuz finanziert sich noch über Spenden, Beiträge und die Bezahlung des Patienten. Einige wenige Gemeinden übernehmen einen Teil der Transportkosten. Auf Anfrage der SüdtirolerInnen setzen sich Politiker, Bürgermeister, Ärzte und Privatpersonen dafür ein, dass weitere Weiß-Kreuz-Sektionen errichtet werden. Es entstehen die Sitze in Arabba, Canazei, Cortina d’Ampezzo, Livinallongo, Neumarkt, Brixen, Innichen, Mals, im Passeiertal, Reschen, Sarnthein, Seis, Sterzing, Sulden, Tesero und Welschnofen. Hauptsächlich Rettungsvereine aus dem deutschsprachigen Ausland unterstützen in dieser Zeit mit Geldmitteln, technischen Geräten, Kursen und Know-How die noch kleinen Sektionen..

Die 80er Jahre

Erst Ende der 80er Jahre erhält das Land Südtirol die Zuständigkeit über den Rettungsdienst, der im Bereich Gesundheit angesiedelt wird und von den beiden Rettungsorganisationen Weißes Kreuz und Rotes Kreuz durchgeführt werden soll. Somit festigt sich das Weiße Kreuz strukturell und organisatorisch. Die Retter der neuen Sektionen in Deutschnofen, Eppan, Lana, Naturns, Prad, St. Christina, Terlan, können von ihren Stellen startend noch schneller unwegsame Unfallstellen erreichen. 1986 wird der Flugrettungsdienst eingerichtet und sechs Jahre später die Arbeitsgemeinschaft Landesflugrettung gegründet. Das Weiße Kreuz übernimmt die Federführung. Die Landesflugrettung verfügt heute über zwei Rettungshubschrauber und in der Hochsaison über den des Aiut Alpin.

Die 90er Jahre

1993 richtet die Landesregierung nach einer nationalen Vorgabe die Landesnotrufzentrale 118 ein. Seitdem werden alle Rettungseinsätze von dieser Zentrale aus an das Weiße und Rote Kreuz und die Landesflugrettung vermittelt. Das Jahr 1995 ist ein Krisenjahr für den Verein, er steht dauernd in den Schlagzeilen. Der Führungswechsel von Geschäftsführer Karl Detomaso, der die Aufbauarbeit leistete, zu Adolf De Lorenzo löst viele Organisationsprobleme. Der verdienstvolle Vereinspräsident Karl Pellegrini übergibt dem Primar für Anästhesie in Sterzing, Georg Rammlmair, die Vereinsführung. Seit 2001 arbeitet Direktor Ivo Bonamico mit dem neu gewählten Vorstand ständig an der Reorganisation und Verbesserung des Weißen Kreuzes. 1998 wird der Verein in das Landesverzeichnis der ehrenamtlich tätigen Organisationen eingetragen. Das Weiße Kreuz ist eine NPO oder "Non-Profit-Organisation", also nicht gewinnorientiert und gemeinnützig als "onlus" bezeichnet).

Der Betreuungszug des Weißen Kreuzes, Südtirol

Der Betreuungszug ist eine Sektion des Weißen Kreuzes, die im Unterschied zu den anderen Sektionen landesweit tätig ist. Der Hauptstützpunkt des Betreuungszuges im Zivilschutz - wie die vollständige Bezeichnung heißt - ist Bozen. Dort ist auch das landesweite Logistikzentrum. Die Tätigkeiten des Betreuungszuges sind vor allem zwei, nämlich die Versorgung von Einsatzkräften, bzw. betroffener Bevölkerung mit Lebensmitteln und die Errichtung und Einrichtung von Notunterkünften in Zelten und Containern, bzw. in zur Verfügung gestellten Immobilien. Die Unterkünfte umfassen auch die Versorgung mit Strom und Wasser.

Beschreibung der HMCK

Seit kurzem hat die Sektion Betreuungszug ein neues Gerät in Dienst gestellt. Die neue Containerküche Typ HMCK (High Mobility Containerised Kitchen) ist das Herzstück der Versorgungseinheit. Die Küche wurde im Rahmen der laufenden Konvention von der Landesverwaltung zur Verfügung gestellt. Die Firma Kärcher, die diese Küche gebaut hat, ist in diesem Sektor einer der Weltmarktführer. Viele Zivilschutzdienste, Versorgungseinheiten und Streitkräfte weltweit haben diese Küche bereits seit Jahren in ihren Diensten und sind äußerst zufrieden damit. Dieser Küchencontainer ist voll gestopft mit ausgefeilter Technik und ist voll autonom, d. h. die Küche verfügt über einen Wassertank, einen Treibstofftank und einen 20 kVA Diesel-Generator, somit kann der Betrieb sofort nach Abladen aufgenommen werden, ohne extern Wasser oder Strom zuführen zu müssen. Die Küche kann mit allen herkömmlichen Verkehrsmitteln transportiert werden (LKW, Schiff, Flugzeug/Helikopter und Zug). Einsatz-Temperaturbereich -32 °C bis + 49 °C




Text: www.samariter.org


Video einer Schauübung anlässlich der 40 Jahr Feier in Bruneck
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