Gegründet wurde die Sektion Brixen des Weißen Kreuzes im Jahr 1970.
Damals gehörte ein fest Angestellter, 20 Freiwillige und ein Fahrzeug dazu.
Heute ist die Sektion Brixen die drittgrößte Sektion in Südtirol und nimmt einen hohen Stellenwert ein.
Zurzeit sind rund 120 Helfer tätig, die 24 Stunden am Tag ihren Dienst versehen und somit immer im Dienste des Nächsten
stehen. Zum Fuhrpark zählen rund 15 Fahrzeuge.

Unter diesen Fahrzeugen befinden sich Krankentransportwagen (KTW), Rettungswagen (RTW), Mannschaftstransportwagen (MTW) und
seit Oktober 2003 auch ein Notarzteinsatzfahrzeug (NEF). Zuvor war ein Notarztwagen (NAW) im Einsatz.
Das Problem dabei war, dass der Notarzt ständig auf dem NAW gebunden war und somit auch einen Einsatz mit niedriger Dringlichkeit
mitfahren musste, wenn sonst kein Fahrzeug frei war. So fehlte der Notarzt an anderen Stellen.
Durch das sogenannte "Rondevouz-System", das bisher erfolgreich verlief, konnte diese Manko ausgemerzt werden.
Dieses System wird auch erfolgreich in Deutschland angewendet.
Vorteil ist ganz klar, dass der Notarzt nicht ständig an den NAW gebunden ist und so den Einsatz früher beenden kann.
So ist er früher für weitere Einsätze verfügbar.
Während der restlichen Dienstzeit befindet sich der Notarzt im Krankenhaus, kann aber jederzeit seine Tätigkeit dort
beenden und gemeinsam mit einem weiteren Sanitäter im NEF zum Einsatz fahren.
Das NEF, ein Audi A6 mit ca. 180 PS und Allradantrieb, beinhaltet zudem eine Fülle an medizinischem Gerät,
dass zur bestmöglichem Versorgung des Patienten am Einsatzort dient.
Über Nachwuchssorgen kann man sich in Brixen auch nicht beklagen, denn im Jahr 2002 wurde eine Jugendgruppe gegründet.
Heute zählt man um die 50 Mitglieder. Der Großteil besteht aus Mädchen. Viele die in der Jugendgruppe waren,
haben mit Vollendung des siebzehnten Lebensjahr den A-Kurs begonnen und sind nun als Freiwilliger Helfer tätig.