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Die Flugrettung ist seit Anfang an ein integrierter Bestandteil des Rettungssystems
in Südtirol. Die Rettungshubschrauber werden überall da eingesetzt, wo ein Notarzt
gebraucht wird oder ein bodengebundenes Rettungsmittel nicht hinkommt.
In Brixen wurde am 08.07.1988 der erste Rettungshubschrauber (RTH) stationiert.
Bereits nach den ersten 3 Wochen verzeichnet die Statistik 37 Einsätze.
Nach einer kurzen Pause des Dienstes Mitte November wurde der Dienst Mitte Dezember wieder
aufgenommen und erfolgt seit dem 365 Tage im Jahr.
Bis zum Jahresende sind es dann schon 118 Flüge und 7068 Flugminuten.
Verantwortlich dafür war Dr. Paolo Dalla Torre, der damals auch der Chef der Abteilung
für Anästhesie und Wiederbelebung war, mit der Unterstützung des Technischen
Dienstes des Krankanhauses und unter der Leitung von Ing. Sebastiani.
Damals galt es einen Landeplatz, einen Aufenthaltsraum für die Mannschaft und ein
Magazin für die Techniker zu finden. Nach 12 Jahren Provisorium bezog die Crew
am 15. Oktober 2004 die neue Basis und endlich war genug Platz für Mensch und Maschine.
Da der Vertrag mit der ersten Betreiberfirma Eli Alpi mit Sitz in Aosta auslief,
wurde der Dienst mit dem 01.01.1992 der Firma Aeroveneta übertragen.
Die davor verwendete Alouette SA 319 wurde durch die schnellere und leisere
Ecureuil SA 350 ersetzt. Doch wer bereits mit der Alouette geflogen ist,
vermisste einfach den Ausblick und den Sound.
Bereits im Sommer 1992 wurde dem Team der Flugrettung die BK 117 vorgestellt.
Aeroveneta präsentierte den Notärzten und der Bergrettung die neue und
leistungsstarke Version der Firma Eurocopter, in der Hoffnung dieses Fluggerät in
Südtirol einsetzten zu können.
Mitte Juni 1993 war es dann so weit. Brixen war der weltweite erste Stützpunkt,
der mit einer BK 117 C1 ausgerüstet wurde. Dieses Fluggerät mit einer
Leistung von ca. 1500 PS ermöglicht ein sicheres Arbeiten auch in
extremer Höhe. Durch den neuen Hubschrauber erfolgte ein weiter
Qualitätssprung, der die Minuten in der Primärluftrettung schrumpfen lies.
Neben dem um einiges schwereren und den daraus resultierenden Flugeigenschaften musste
die Crew der Landesflugrettung und die Bergrettung eigens geschult werden.
Bereits 14 Tage nach der Indienststellung, mitte Juli 1993, des neuen Hubschraubers wurde die
Mannschaft und die Maschine selbst auf eine harte Bewährungsprobe gestellt.
Es ereignete sich das schwerste Busunglück Südtirols in der Schlucht vor
Zwischenwasser. Traurige Bilanz: 18 Tote und zahlreiche Verletzte.
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