Nachricht vom 14.Juli 2006
    ..::Erfassung der Luftfahrhindernisse::..

    Wie heute das Landespresseamt (lpa) auf den Seiten des Südtiroler Bürgernetzes berichtet, wurde eine Tagung anlässlich der Erfassung der Luftfahrthindernisse abgehalten. Neben dem Landeshauptmann (u.a auch LR für Forstwirtschaft), dem LR für Informatik und den Führungskräften der Forstwirtschaft, nahmen ca. 60 Personen aus dem Zivilschutzbereich (auch aus anderen Provinzen), sowie Betreiber von verschiedenen Anlagen an dieser Tagung teil.
    Da die Rettungsfliegerei immer Gefahren mit sich bringt, und es auch schon einige Begegnungen zwischen Hubschrauber und Seil gegeben hat, die zu einem Absturz führten, kämpften Beteiligte der Flugrettung immer wieder um eine Kennzeichnung solcher "Heli-Killer". Im Jahre 2005 hat man nun mit solch einer Kennzeichnung begonnen und bis jetzt rund 2000 solcher Luftfahrthindernisse registriert. Diese Registrierung erfolgte über den Landesforstdienst. Im Palais Widmann wurde außerdem darüber berichtet, wie es mit der derzeitigen Gesetzeslage, sowie der Verarbeitung der Daten in digitale Karten steht, die die Piloten künftig auch in ihre Bordcomputer einspeisen können.
    Bereits im Jahre 1996 (14. August 1996) wurde der Landesrettungshubschrauber Pelikan 1 (damals D-HECO) Opfer eines solchen Hindernisses. Ein Notfall in Weißenbach (Sarntal) machte den Einsatz des Hubschraubers notwendig, als im Landeanflug, der Hubschrauber in ein solches übersehenes Seil flog. Der damalige Pilot konnte durch eine rasch eingeleitete Autorotation den Hubschrauber noch "heil" zu Boden bringen, sodass seitens der Crew niemand verletzt wurde.
    Dieses Ereignis kann sich jedoch immer wieder wiederholen, wenn nichts unternommen wird. Dazu braucht es aber auch die Unterstützung der großen Unternehmen, sowie des Militärs.
    Der Landeshauptmann wird mit folgenden Worten zitiert:

    „Diese digitale Lufthindernis-Karte ist eine Dienstleistung für alle, vor allem kommt sie den Piloten zu Gute, aber auch für alle, die in den Bereichen Zivil-, Brandschutz oder im Rettungswesen tätig sind, ist sie von Nutzen"

    Weiters berichtet das Landespresseamt auch, dass Südtirol im Vergleich im gesamtitalienischen Raum eine Vorreiterrolle mit diesem Projekt einnimmt. Es soll nur einzelne Regionen gäben, wo ähnliche Projekte durchgeführt werden.

    Text:
    Manuel Oberhofer

    Quelle:
    Südtiroler Bürgernetz
    www.provinz.bz.it

    Anm. d. Redaktion:
    Lesen Sie hierzu einen älteren Artikel aus dem Archiv:
    » 13.01.2006: Kennzeichnung der Seilbahnen