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Reportage vom 08.Juni 2006
..::EC 145 in Bozen und Brixen::..
Ärzte, Krankenpfleger und all jene die in der Flugrettung tätig sind, wollten sich selbst von der neuesten Generation
der Hubschrauberindustrie überzeugen lassen. Vormittags wurde die Maschine in Bozen am dortigen Flugrettungsstützpunkt
vorgestellt und am Nachmittag traf die Maschine gegen 13.40 Uhr in Brixen ein, wo sie dann den Flugrettern vorgestellt wurde.
Das Resumee, dass am Ende gezogen werden konnte ist eindeutig. Man ist vom neuen Hubschrauber sichtlich angetan und bei der nächsten
Ausschreibung wird die EC 145 sicherlich auf der Liste zu finden sein.
Derzeit ist der Hubschrauber in Bozen stationiert, weil die dortige BK 117 in Wartung ist.
Man hat diese Gelegenheit genutzt, um so den Hubschrauber für seine Tauglichkeit in Südtirol zu testen.
Die Maschine mit der Kennung I-EITF (s/n 9082) ist die erste EC 145 überhaupt, die in Italien registriert wurde.
Außerdem ist Bozen der erste Stützpunkt italienweit, bei dem die Maschine im alltäglichen Luftrettungsdienst eingesetzt wird.
..::Allgemeines zur EC 145::..
Die EC 145 hatte ihren Erstflug im Juni 1999 und im März 2000 hob die "japanische" BK 117 C2 erstmals ab.
Im Juni 2001 wurde der Hubschrauber in der Nähe von Paris, auf der Aèrosalon, der Öffentlichkeit vorgestellt.
Anfangs wurde die Maschine offiziell als BK 117 C2 benannt, weil sie doch eigentlich der Nachfolger bzw. die Weiterentwicklung
der BK 117 ist. Die EC 145 ist die neueste Entwicklung aus dem Hause "Eurocopter". Zusammen mit dem japanischen Hersteller
Kawasaki Heavy Industries (KHI) entstand das neue Konzept, dass die Vorzüge der EC 135 und der BK 117 C1 in einer Maschine
vereint. Während die deutsch-französische Firma "Eurocopter" ihrem Namenskonzept treu bleibt und die Maschine mit "EC 145"
benennt, wird in Japan der Hubschrauber als BK 117 C2 geführt.
Das der Hubschrauber sehr begehrt war - und immer noch ist - , ist daran zu erkennen, dass bereits vor der eigentlichen Markteinführung
40 Hubschrauber diesen Types in Frankreich verkauft wurden. Darunter war die Sècuritè Civile, sowie die Gendarmerie.
Aber auch die Schweizer REGA und deutsche Luftrettungsunternehmen, wie die Deutsche Rettungsflugwacht (DRF) und der ADAC, haben
sich solche Maschinen in ihre Flotte geholt.
Der Rettungsfliegerei - sowohl Primär- als auch Sekundärrettung - bietet der Hubschrauer ein ideales Arbeitsgerät.
In der Zelle ist genug Platz für Crew, Patient und dem medizinischen Gerätschaften. Bei Bedarf können sogar zwei Patienten
liegend transportiert werden. Laut Hersteller beträgt das Innenraumvolumen ca. 20% mehr, als jenes der BK 117.
Ein weiterer Vorteil ist in der Seilwinde zu finden. Zum einen ist die Form aerodynamischer, was einen geringeren Luftwiderstand
bedeutet, zum anderen ist die Geschwindigkeit der Winde - die der, der EC 135 gleicht - um 50% schneller, was durchaus auch bedeutet,
dass bei Wincheinsätzen Zeit gewonnen werden kann, die bei bestimmten Verletzungsmustern oft lebenswichtig ist.
Das Cockpit wurde z.B. vollständig von der EC 135 übernommen. Leistung, Fluglageanzeiger, Öldruck, Öltemperatur und
noch vieles mehr, werden nun von LCD Displays angezeigt. Die durch Flüssigkristall betriebenen Bildschirme, sind bei den verschiedensten
Lichtverhältnissen gut für die Crew erkennbar und sollen den Piloten nun auch etwas bei seiner Arbeit unterstützen und
entlasten. Es wird aber nicht nur die Arbeit des Piloten verbessert sondern auch die Kosten werden verringert, da das Training nicht
mehr so anspruchsvoll ist.
..::Technische Details im Überblick(*)::..
Hauptrotordurchmesser:: 10,20 m
Länge: 13 m
Leergewicht: 1804 kg
max. Startgewicht: 3585 kg
Höchstgeschwindigkeit: 254 km/h
Reisegeschwindigkeit: 241 km/h
Reichweite: 650 km
Hersteller/Land: Eurocopter / Europa
..::Weitere Impressionen von der Vorführung der EC 145::..
Text und Fotos:
Manuel Oberhofer
Anm.: Ergänzt und vervollständigt am 09.Juni 2006
(*) Angaben ohne Gewähr
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